Katharinengarten

Katharinengarten Steinau

Der Weinberg mit der Bezeichnung "Katharinengarten" wurde 2015 wieder als Hobbyweinberg auf einem urzeitlichem Muschelkalkriff von der Weinbruderschaft ad via regia A.D. 1670 auf 1.000 qm angelegt.

 

Die Rebsorten:

Regent

Die Sorte Regent wird eine rosige Zukunft vorhergesagt. Denn sie liefert feurige, beinahe südländische Weine.

Die rote Rebsorte Regent ist eine Neuzüchtung (1967 aus der Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und Chambourcin) und erhielt erst 1995 die deutsche und im Jahr darauf die europäische Sortenzulassung. Die Züchtung geht auf Gerhardt Alleweldt zurück und wurde am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof entwickelt.
Der Regent ist eine rote Rebsorte, die gegenüber bedeutenden Pilzkrankheiten der Rebe eine große Toleranz besitzt, insbesondere gegen Peronospora, auch Falscher Mehltau der Weinrebe genannt.
Als Rebsorte überzeugt der Regent dank seiner Qualitätseigenschaften und liefert farbintensive Rotweine mit viel Körper und ausgeprägter Tanninstruktur. Vor allem diese Eigenschaften sind ausschlaggebend dafür, dass die Weine in ihrem Geschmacksbild vielfach an südländische Rotweine erinnern.

Der Wein ist tiefrot, farbkräftig, körperreich, gerbstoffbetont mit Aromen nach Kirschen. Die Sorte gewinnt durch Holzfassausbau.

Die Weine sind relativ früh trinkreif und begleiten je nach Qualität die herzhafte Vesperplatte, ebenso gut wie intensiv schmeckende Fleischgerichte mit konzentrierten Saucen, eine Lammkeule, oder ein Wildgericht.

 

Phönix

Die Weißweinsorte Phönix ist eine Neuzüchtung des JKI, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof. Sie ging aus einer Kreuzung von Bacchus und Villard Blanc hervor. Verantwortlich zeichnete Professor Gerhardt Alleweldt. Der Name der Rebe weist auf das Fabeltier Phönix hin, das verbrennt, um aus der Asche neuzuerstehen.

Die ersten Gebietszulassungen erhielt die Rebsorte 1994, nachdem im Jahr 1992 der Sortenschutz und die Eintragung in die Sortenliste erfolgte. Wegen ihrer Frosthärte wird sie in Deutschland unter anderem im Weinbaugebiet Stargarder Land angebaut. In Hausgärten wird die Sorte aufgrund ihrer Robustheit und des Geschmacks auch gerne als Tafeltraube genutzt.

Sie weist mittelfrühen Austrieb und Beerenreife auf, ist winterfrostfest und hoch resistent gegen die Pilzkrankheiten Echter Mehltau sowie Falscher Mehltau. Der Wein daraus zeichnet sich durch feines Muskataroma aus, ist kräftig vollmundig und mit frischer bis kräftiger Säure.

 

Riesling

Unsere historische Rarität!

Die 100 Rieslingreben stammen von zwei noch am Weinberg vorhandenen Rieslingstöcken aus der Weinanbauzeit um 1826 in Steinau an der Straße.

Riesling ist eine weiße Reb- und Weinsorte, die zu den hochwertigsten und kulturprägenden Gewächsen gezählt wird. Die besten Rieslinge werden in klimatisch kühleren Weinbaugebieten erzeugt. Vor allem wird die Sorte in Deutschland, aber auch in zahlreichen anderen Weinbauländern angebaut. Riesling-Weine genießen hohes Ansehen auf internationalen Märkten. Viele Spitzenlagen sowohl in Deutschland als auch in anderen Weinbauländern sind mit Riesling bestockt. Vor allem in nördlichen Anbauländern wie Deutschland wird die Sorte fast ausschließlich in steilen Hängen angebaut. Riesling wird in Deutschland nachweislich seit mehr als 600 Jahren kultiviert.
Der Wein ist rassig, lebendig, frisch-elegant, stahlig und mineralisch. Kennzeichnend ist die typische pikante, fruchtige Säure. Fruchtaromen nach Steinobst (Marille) und exotischen Früchten bestimmen den Charakter des Weines. Die Farbe des Weins kann von Blassgelb mit Grünstich bis Goldgelb reichen.

 

Biodynamischer Weinanbau

Beim biodynamisch orientierten Weinbau werden verschiedene Maßnahmen des Biologischen Pflanzenschutzes bzw. Integrierten Pflanzenschutzes in sehr strenger Form angewendet. Das gesamte Ökosystem und deren natürlichen Ressourcen werden geschont und die Lebensprozesse im Zusammenwirken irdischer und kosmischer Kräfte gezielt gefördert. Das Hauptaugenmerk gilt den Arbeiten im Weinberg. Der Rebschnitt, das Düngen, das Jäten und auch die Ernte richten sich nach einem Aussaatkalender. Der Boden ist mit Kompost zu revitalisieren und mit Mineralien zu behandeln, damit er wieder zum Lebensraum vielfältigerMikroorganismen mit natürlichem Gleichgewicht wird. Die Biodiversität (Erhaltung der Artenvielfalt) und Nachhaltigkeit spielen eine große Rolle.

Zusätzlich zu den Methoden des Biologischen Weinbaus wird zur Stärkung der Naturkräfte der Weinrebe und zur Aktivierung der Lebensvorgänge im Boden der Einsatz spezieller Mittel vorgeschrieben. Eine zentrale Rolle als Düngemittel spielt dabei das Horn von Rindern, das in Verbindung mit anderen Stoffen wie Kuh- oder Pferdedung oder Quarzstaub in geringsten, homöopathischen Dosen (nur wenige Gramm/Hektar) verwendet wird. Es werden Pflanzenstärkungsmittel mit widerstandsfördernder Wirkung gegen Schadorganismen verwendet. Zum Beispiel sind Aufgüsse von Kräutern oder getrocknete Kräuter sehr positiv für die Rebe. Brennnesseln sorgen für Ausgewogenheit und Harmonie im Weingarten. Dabei sind immer kosmische Kräfte wie die Mondphasen und auch andere Gestirns-Konstellationen zu berücksichtigen. Speziell aber jene des Mondes beeinflussen gemäß Biodynamik-Lehre maßgeblich die Entwicklung der irdischen Pflanzen.